Jahresbericht 2017 / Programmausblick 2018

Kirchstetten, im Jänner 2018

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Mitglieder und Freunde der Josef Weinheber-Gesellschaft!

Dem Bericht über die Tätigkeit der Josef Weinheber-Gesellschaft im Jahr 2017 muss eine schmerzliche Mitteilung vorangestellt werden: Am 26. Dezember, wenige Wochen nach seinem 76. Geburtstag, ist der Präsident unserer Gesellschaft, Herr Christian Weinheber-Janota, nach langer, schwerer Krankheit verstorben. Es sind Tage der Trauer und des Innehaltens für uns alle. Unsere Anteilnahme und unser tiefes Mitgefühl gelten in dieser Zeit der Familie, der Ehefrau Brigitte Weinheber-Janota, der Tochter Alexandra Weinheber-Janota, der Enkeltochter Johanna und allen anderen Familienangehörigen und Hinterbliebenen.

Dies ist nicht der Ort für einen Nachruf, der die Persönlichkeit Christian Weinheber-Janotas und dessen Verdienste um das Werk seines Vaters, des Dichters Josef Weinheber, in gebührender Form zu würdigen verstünde. Die Aufgabe muss einem anderen Rahmen und einem größeren zeitlichen Abstand vorbehalten bleiben. Einige Sätze der Erinnerung seien aber gestattet: lesen Sie bitte hier.

Ein letztes Ergebnis der Präsidentschaft Christian Weinheber-Janotas liegt in Gestalt des Buches vor, das Sie mit diesem Schreiben in Händen halten. Es handelt sich um eine Auswahl aus dem lyrischen Gesamtwerk mit dem einem Weinheber-Vers entnommenen Titel:

„Ich werde wieder sein, wenn Menschen sind“.

Das Buch möge, wenn es auch begreiflicherweise nicht unter diesen Vorzeichen entwickelt wurde, nun als ein Vermächtnis des Wirkens von Christian Weinheber-Janota aufgenommen werden, zumal es ohne dessen Befürwortung und Unterstützung nicht das Licht der Welt erblickt hätte. Neben der Förderung durch die Josef Weinheber-Gesellschaft, die den Band nun ihren Mitgliedern als Jahresgabe für 2016/17/18 überreichen darf, dankt dieser dem Amt der Niederösterreichischen Landesregierung – in Person der Leiterin der Abteilung für Literaturförderung, Frau Mag. Gabriele Ecker – einen großzügigen Druckkostenzuschuss. Dem Kyrene Literaturverlag des Schriftstellers und Theologen Mag. Martin Kolozs gebührt großes Lob für die Verwirklichung der Buchidee im Rahmen seines Herbstprogramms 2017 sowie für die anspruchs- und geschmackvolle Gestaltung, die einen Weg der Verbindung von modernen und altbewährten Mitteln suchte. Bei den Korrekturen und der redaktionellen Arbeit stand dem Herausgeber mit bewährtem Sachverstand und großer Gründlichkeit unser Mitglied, Herr Mag. Alexander Martin Pfleger (Glattbach), zur Seite. Auch ihm sei an dieser Stelle nachdrücklich gedankt!

Über die Ziele des Buches ist im vergangenen Jahresbericht schon das Wesentliche gesagt worden. Der Band möchte zum einen dem Wiederentdecken, aber auch Neukennenlernen dienen, indem er auf überschaubarem Raum einen profunden Einblick in das gesamte lyrische Schaffen Josef Weinhebers vermittelt, gruppiert entlang von zehn nach motivischen und formalen Gesichtspunkten gebildeten Gedichtkreisen und ergänzt durch zwei dokumentarische Anhänge, die das wenig bekannte Frühwerk und den Sonderbereich der Festgedichte aus der NS-Zeit anhand repräsentativer Beispiele erschließen. Zum anderen möchte das Buch auch historische Orientierung und biographische Information zur Verfügung stellen. Diesem mit dem gewachsenen Abstand wohl umso größeren Nachschlagebedürfnis der Gegenwart wollen das Nachwort und eine detaillierte Lebenschronik entgegenkommen.

Bitte, tragen Sie dazu bei, das Werk Josef Weinhebers mit Hilfe dieses neuen Auswahlbandes zu verbreiten. Zum ersten Mal seit langer Zeit verfügt der Buchhandel damit wieder über eine kompakte, philologisch verlässliche, für jedermann erschwingliche Anthologie der Weinheberschen Lyrik, zusammengestellt in der Überzeugung, dass diese doch allen vom Zeitgeist diktierten Vorbehalten zum Trotz aus dem literarischen Gedächtnis unseres Kulturraums nicht wegzudenken sei. Welche staunenswerte Substanz den Gedichten innewohnt, will die neue Auswahl einer heutigen Leserschaft erfahrbar machen.

Aus Anlass der 125. Wiederkehr des Geburtstags von Josef Weinheber konzipiert, kam das Buch erst gegen Ende des Jubiläumsjahres, am 12. Dezember 2017, in den Buchhandel. Die Verzögerungen waren durch allerlei hier und andernorts angedeutete äußere Umstände unvermeidbar geworden. Infolgedessen sind auch die im Zusammenhang mit dem Erscheinen geplanten, im letzten Bericht angekündigten Veranstaltungen nicht wie gewünscht zustande gekommen. In den nächsten Monaten soll die Vorstellung des Buches hingegen bei der einen oder anderen Gelegenheit nachgeholt und auf diese Weise die „Werbetrommel“ für Josef Weinheber gerührt werden.

Ein erster Termin in kleinem Rahmen steht bereits fest: Einen

„Abend für Josef Weinheber“

veranstaltet der Döblinger Heimatkreis am Dienstag, den 6. März 2018, um 18 Uhr 30 (Einlass 17 Uhr, Telefon: 0650 357 39 44) im „Wiener Gasthaus“, Iglaseegasse 40, 1190 Wien (Souterrain). Der Verfasser dieser Zeilen wird gemeinsam mit Wolfgang Schulz das Buch vorstellen und den Dichter zu Ehren kommen lassen.

Über weitere Termine werden Sie die Josef Weinheber-Gesellschaft und unser „Weinheber-Forum“ im Internet rechtzeitig informieren.

Zugunsten des kleinen Weinheber-Jubiläums 2017 sprangen aber nicht zuletzt einige Liebhaber-Initiativen verdienstvoll in die Bresche. Zwei seien stellvertretend hervorgehoben und herzlich bedankt: Das Bezirksmuseum Wien-Landstraße und der von Ingeborg Steyer geleitete Kulturverein „Roncalli“ veranstalteten am 28. März 2017 eine Lesung aus den Werken Josef Weinhebers, mit großer Spielfreude dargeboten von Peter Steinbach. Der Schwerpunkt lag auf den wienerischen Texten aus „Wien wörtlich“, mit köstlichen Interpretationen berühmter Rollen- und Szenengedichte.

Der „Kulturkreis Kirchstetten“ unter der Leitung von Karl J. Mayerhofer lud am 4. November 2017 zu einem Weinheber-Nachmittag in den Festsaal der Marktgemeinde Kirchstetten. Karl Tattyrek und Andreas Roder trugen Gedichte vor, „Die Gassenhauer & Manfred Hartl“ sorgten mit volkstümlichen Weisen in klassischer Form für gelungene musikalische Abwechslung. Auch hier interessierte vor allem der komödiantische Weinheber. Die Bezüge zur landläufigen Mundartliteratur, zum modernen Kabarett und gar zum wienerisch getönten Schlager der Marke „Austropop“, die dabei hergestellt wurden, werden bei denjenigen, die etwas tiefer mit dem Werk und dem Selbstverständnis Josef Weinhebers vertraut sind, auf verständliche Skepsis, ja Widerspruch gestoßen sein. Das Publikum lohnte die schwungvollen Bemühungen aller Beteiligten zu Recht mit Beifall und sichtlichem Vergnügen.

Auch heute, mehr als 70 Jahre nach dem Tod des Dichters, tauchen immer wieder unbekannte oder verloren geglaubte Weinheber-Manuskripte im Autographenhandel auf. Die Weinheber-Gesellschaft wäre finanziell bei weitem überfordert, wollte sie hier selbst sammelnd und archivierend hervortreten. Leider werden aber auch die budgetären Spielräume der öffentlichen Institutionen, also in Weinhebers Fall insbesondere der Österreichischen Nationalbibliothek, immer kleiner. Mitunter ergibt dies Situationen, wo eine gefährliche Zerstreuung der Handschriften in nicht näher bekannte private Hände unmittelbar zu befürchten ist. Der Forschung werden so wichtige Quellen vorenthalten. Ein solcher Fall drohte jüngst im Zusammenhang mit einem Briefwechsel, den Josef Weinheber in den Jahren 1936 und 1937 mit der Übersetzerin Elisabeth Ihle (1893–1988) aus Detmold geführt hatte. Diese Korrespondenz und Begleitmaterialien, das so genannte

Elisabeth-Ihle-Archiv“,

wurden der Gesellschaft jüngst von den Erben der Schriftstellerin angeboten. Über diese Briefe zu verfügen wäre für die Weinheber-Forschung von nicht geringem Wert. Sie schlössen eine echte biographische Lücke, zumal sich zwischen Josef Weinheber und Elisabeth Ihle eine enge, wenn auch nicht lange währende Beziehung entwickelte und der Austausch zwischen den beiden u. a. die bewegenden Erfahrungen der ersten Deutschland-Reisen des österreichischen Dichters spiegelte (vgl. u. a. den Brief an E. G. Kolbenheyer vom 19. 12. 1938 in der „Literaturwissenschaftlichen Jahresgabe der Josef Weinheber-Gesellschaft“ 2010/11/12, S.155ff., dazu die Erläuterungen auf S. 218).

Das Außergewöhnliche dieses Fundes und die erschwerenden Umstände des gegenwärtigen institutionellen Desinteresses lassen eine Ausnahme von unserer bisherigen zurückhaltenden Praxis geboten erscheinen. Wir verfügen über die Kompetenz, die Autographen wissenschaftlich zu erschließen und allgemein zugänglich zu machen und könnten sie später gegebenenfalls als Leihgabe oder Donat dem Nachlass einverleiben. Die Möglichkeit des Erwerbs und damit der Bewahrung für die Weinheber-Forschung wäre der Josef Weinheber-Gesellschaft aber nur mit Hilfe von großzügigen, zweckgebundenen Spenden aus unserem Unterstützerkreis gegeben. Hier müsste jedenfalls rasch gehandelt werden!

Bei Interesse setzen Sie sich bitte mit dem Unterzeichneten in Verbindung, der Ihnen sehr gerne für alle Auskünfte in dieser Angelegenheit, aber selbstverständlich auch bei anderen Anliegen und Anfragen zur Verfügung steht (E-Mail: christoph.fackelmann@aon.at; Telefon: +43 (0)676 5875347).

Wie immer informieren Sie über aktuelle Pläne und Veranstaltungen zum Thema Josef Weinheber nicht nur unsere brieflichen Aussendungen, sondern auch das „Weinheber-Forum“ im Internet, das Sie unter der Adresse http://weinheberforum.com erreichen. Gerne können Sie uns für diese Plattform auch auf Ihnen bekannte weitere Vorträge, Lesungen, Aufführungen und Publikationen aufmerksam machen (E-Mail-Kontakt: weinheberforum@aon.at)!

Am Ende dieses Rundbriefs dürfen wir Sie wieder um die Überweisung Ihres Mitgliedsbeitrags ersuchen. Er bleibt auch für 2018 mit

21,80 €

unverändert. Jede Überzahlung oder Spende stellt für unsere Arbeit eine wichtige Hilfe dar und wird dankbar entgegengenommen. Ein Erlagschein liegt bei. Bitte achten Sie darauf, Ihren Namen leserlich einzutragen, damit wir den Beitrag richtig zuordnen können!

Ich wünsche Ihnen und unserer gemeinsamen Sache ein gesegnetes Jahr 2018 und verbleibe im Namen der Josef Weinheber-Gesellschaft

mit herzlichen Grüßen

Ihr

Dr. Christoph Fackelmann e. h.
(Obmannstellvertreter)

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Jahresbericht 2016/ Programmausblick 2017

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Freunde der Josef Weinheber-Gesellschaft!

Das Werk Josef Weinhebers hatte in den letzten Jahren keinen leichten Stand bei der Literaturwissenschaft. Rar waren solche Erwähnungen, die einigermaßen ernst und mit Substanz an die Erscheinung des österreichischen Dichters herangingen, zahlreicher die Fälle, in denen bloß die bereits eingespielten Klassifizierungen wiederholt wurden, verbunden mit Vorurteilen und Verkürzungen, die ein nicht geringes Maß an Ignoranz gegenüber den wirklichen Sachverhalten, aber auch gegenüber den Leistungen der Weinheber-Philologie in engeren Sinn verrieten. Bei Nennungen und kürzeren Einlassungen im Rahmen von Literaturgeschichten – zuletzt etwa zu beobachten bei einer Anzahl von neuen einbändigen Darstellungen der Literaturgeschichte Österreichs – mag das hinzunehmen sein, weil Differenzierung und genaueres Hinsehen sich von Haus aus nur schwer mit dem Anspruch solcher Überblicksbeschreibungen verbinden lassen. Dennoch ist es bedauerlich, dass diese das Niveau der massenmedialen Stellungnahmen im „Fall Weinheber“ nicht wesentlich überschreiten.

Umso mehr erfreut es, dass zuletzt auch gründlichere und um größere Sachlichkeit bemühte Versuche zu verzeichnen sind, sich historiographisch mit Josef Weinheber auseinanderzusetzen. Wir verweisen auf ein kleines Forschungsvorhaben des englischen Musikhistorikers Matthew Werley (Cambridge, derzeit Richard-Strauss-Institut Garmisch-Partenkirchen), das den Beziehungen zwischen Josef Weinheber und dem Komponisten Richard Strauss (1864–1949) in den vierziger Jahren nachspürt und hier eine Lücke in der Lebens- und Schaffensgeschichte beider Künstler schließen kann. Der Aufsatz wird unter dem Titel „Ach, wie hatten jene Zeiten Kraft“. Erinnerungskultur, Landschaft und Richard Straussʼ „Blick vom oberen Belvedere“ in dem Sammelband Richard Strauss – der Komponist und sein Werk. Überlieferung, Interpretation, Rezeption, herausgegeben von Sebastian Bolz und Hartmut Schick (München: Allierta Verlag), erscheinen.

Strauss hat nicht nur zwei Gedichte Weinhebers vertont („Blick vom oberen Belvedere“ und „Sankt Michael“, beide aus Anlass des 50. Geburtstags des Dichters, 1942). Für eines der letzten großen Kompositionsvorhaben von Strauss, die symphonische Dichtung „Die Donau“, hätte Weinhebers „Terzinen auf Wien“ (1940) gar eine Schlüsselrolle – als Chorvertonung im Finale – zukommen sollen. Leider blieb dieses Werk unvollendet. Am 27. 4. 1943 übersandte Weinheber Strauss eine weitere Dichtung, die „Symphonischen Beichte“ (im Mai 1942 entstanden, später aufgenommen in „Hier ist das Wort“, 1944/47), und bemerkte dazu: „Ich habe mir gedacht, dieses Gedicht könnte Ihnen vielleicht die Grundlage zu einem musikalischen Werke bieten, weil es sich mit der menschlichen Seele als Musik befaßt“ (Der Strom der Töne trug mich fort. Die Welt um Richard Strauss in Briefen. Hrg.: Franz Grasberger. Tutzing 1967, S. 416). Darauf antwortet das einzige Schreiben Straussʼ an Weinheber, das sich im Nachlass erhalten hat:

„Sehr verehrter lieber Herr Weinheber! Herzlichen Dank für Ihre schönen Dichtungen! Aber mit dem Componieren steht es schlecht. Meine arme Frau war recht krank, ist aber auf dem Wege der Genesung! Mit der ,Donauʻ u. ihren prächtigen Terzinen auf Wien willʼs gar nicht vorwärtsgehen! […]“ (8. 5. 1943).

Weinheber hat dem Tondichter zu dessen 80. Geburtstag im Jahr 1944 das Gedicht „Für Richard Strauss“ gewidmet (ebenfalls aufgenommen in „Hier ist das Wort“).

Ein zweiter, jüngst publizierter Aufsatz widmet sich „Im Grase“, einem der berühmtesten Gedichte Josef Weinhebers (enthalten in „Späte Krone“, 1936). Schon eine stattliche Reihe von Historikern und Literaturkundigen hat sich diesem Text interpretatorisch anzunähern versucht. Rainer Hillenbrand, Germanist an der Universität Pécs (Fünfkirchen, Ungarn), hat mit seiner Studie Weinhebers „Im Grase“ als poetische Erinnerung an das Vergessen eine sehr lesenswerte Deutung hinzugefügt. Positiv fällt schon der gelassene Duktus auf, der die gewisse Hysterie, welche die ideologiekritische Mode in den germanistischen Umgang mit Zeugnissen aus dieser Epoche eingeführt hat, nüchtern und entschieden vermeidet und den Text als Kunstwerk ernst nimmt. Vorurteile und Stereotype, die sich im Umgang der Germanistik mit Weinhebers Werk eingebürgert haben, werden unbefangen als das, was sie sind, benannt. Auch die Beobachtungen, die Hillenbrand zur Traditionsverortung des Weinheber-Textes anstellt, leuchten in vielen Fällen ein. Der Gedanke, das Gedicht von Sujet und Topik her vor dem Hintergrund von „Erinnerungswissen“ und „Gedächtnis“ zu erschließen, erscheint wirklich fruchtbar und berechtigt: sowohl was das Textgefüge, den Vorstellungsaufbau betrifft – wo Weinheber „formale Kunst mit sinnlicher Anschaulichkeit verbindet“ – als auch im Hinblick auf dessen „variierende und weiterführende“ Verzahnung mit der motivgeschichtlichen Überlieferung. Mancher bislang unbeachtete Hinweis, insbesondere auf mögliche Quellen aus dem Volks-, Kirchen- und Kunstliedschatz, ist bedenkenswert; frappierend z. B. der Bezug auf das Gedicht „Feldeinsamkeit“ von Hermann Allmers, bekannt durch die Vertonung von Johannes Brahms:

„Ich ruhe still im hohen, grünen Gras
Und sende lange meinen Blick nach oben,
Von Grillen rings umschwirrt ohnʼ Unterlaß,
Von Himmelsbläue wundersam umwoben.

Die schönen, weißen Wolken ziehn dahin
Durchʼs tiefe Blau, wie schöne stille Träume; –
Mir ist, als ob ich längst gestorben bin,
Und ziehe selig mit durch ewʼge Räume.“

Es geht, der Weinheberschen Kunstauffassung entsprechend, nicht darum, außergewöhnliche und neue Metaphern zu finden. In „Im Grase“ sind sie vielmehr „in hohem Maße traditionell. Originell aber ist ihre Kombination“, also die Art und Weise, wie der Dichter gestalterisch mit den vorgefundenen und übernommenen Sprachbildern verfährt, um eine ihm gemäße Symbolsituation zu entfalten. Der ideell-weltanschaulichen Deutung der im Gedicht gestalteten „Erlösung vom Leid des Bewußtseins durch Schlaf und Tod“, wie sie Hillenbrand unterbreitet, ist nachdrücklich zuzustimmen.

Die Studie ist in dem vom Verfasser selbst herausgegebenen Tagungsband Erinnerungskultur. Poetische, kulturelle und politische Erinnerungsphänomene in der deutschen Literatur („Pécser Studien zur Germanistik“, Bd. 7; Wien: Praesens Verlag 2015) enthalten. Wir hoffen, sie in einem der nächsten Bände unserer „Literaturwissenschaftlichen Jahresgabe“ für die Weinheber-Freunde nachdrucken zu können.

Daran lassen sich gleich ein paar Bemerkungen zu der aktuellen Publikationstätigkeit der Josef Weinheber-Gesellschaft anschließen: Im letzten Jahresbericht wurde bereits ein neuer Band unserer „Literaturwissenschaftlichen Jahresgabe“ angekündigt, in dem der Schwerpunkt auf den mit Weinheber verbundenen Dichter Hans Leifhelm gelegt werden soll. Im vergangenen Herbst, am 9. Oktober 2016, widmete sich auch unsere Kirchstettener Weinheber-Lesung dieser Dichterbeziehung. Frau Burgschauspielerin Ulli Fessl brachte lyrische und biographische Zeugnisse daraus zu Gehör, schloss aber auch andere Freundschaften und geistige Verwandtschaften mit ein: etwa Weinhebers Förderung des jungen Waldviertler Lyrikers Wilhelm Franke und die Spuren seiner Begeisterung für das Werk Johann Nestroys, die sich in „Wien wörtlich“ feststellen lassen. Hier bewies Frau Fessl ein weiteres Mal ihr großes komödiantisches Können und wusste sogar, gemeinsam mit Leopold Grossmann am Klavier, als Coupletinterpretin zu begeistern.

Nun haben wir uns entschlossen, den geplanten Leifhelm-Band zeitlich noch etwas zurückzuschieben. Das geschieht im Hinblick auf das heuer anstehende Jubiläum, die Feier des 125. Geburtstags Josef Weinhebers. Zu diesem Anlass wollen wir nämlich ein anderes Projekt vorziehen: eine neue Auswahl aus dem lyrischen Gesamtwerk Josef Weinhebers. Sie soll es ermöglichen, dass endlich wieder eine leicht zugängliche, überschaubare, aber trotzdem repräsentative Auslese der Lyrik des Dichters im Buchhandel verfügbar ist – als gediegener belletristischer Einstieg und Orientierungsbasis für jedermann. Zurzeit können ja außer den beiden humoristischen Werken, „Wien wörtlich“ (bei Otto Müller in Salzburg) und „O Mensch, gib acht“ (bei V.F. Sammler in Graz), nur mehr einzelne Bände der wissenschaftlichen Gesamtausgabe bezogen werden. Das geplante Buch, zusammengestellt und mit einem Nachwort sowie einer Zeittafel versehen von Christoph Fackelmann, soll diesem wenig befriedigenden Zustand Abhilfe schaffen.

Der Band mit dem Titel „Ich werde wieder sein, wenn Menschen sind“ wird im Hauptteil, in zehn Gedichtkreise gegliedert, einen Eindruck vom gesamten künstlerischen Spektrum vermitteln, wie es sich in den einst so berühmten Konzeptsammlungen der zwanziger und dreißiger Jahre darbietet. Es werden also Proben enthalten sein von den formexperimentalen Gedichten, der lautsymbolischen Lyrik, den „architektonisch“ angelegten zyklischen Versuchen, den radikalen lyrischen Selbstbildnissen, den Gedichten, die musikalische Formensprache in Sprachkunst umzusetzen versuchen („Kammermusik“), dazu auch Beispiele der beißend zeitkritischen Versglossen sowie eine Auslese aus der satirisch-humoristischen Lyrik in Wiener Mundart und aus dem „erbaulichen Kalenderbuch für Stadt- und Landleut“.

Der zweite, kleinere Teil wird zum einen die so genannte „Gottsucher“-Lyrik, d. h. die zu Lebzeiten größtenteils unveröffentlichte, faszinierend „rebellische“ Erstlingslyrik (Zyklen wie „Der dunkle Weg“, „Einer, der mittrank“ etc.), in Auszügen vorstellen. Zum anderen wird auch der Problembereich der in politischem Auftrag geschriebenen Festgedichte aus der Spätzeit anhand dreier prominenter Beispiele dokumentiert: des Hymnus „Den Gefallenen“ für die Schuschnigg-Regierung, 1935, des „Hymnus auf die Heimkehr“ aus dem Frühjahr 1938 und des „Hymnus auf den Frontarbeiter“ für den „Reichsminister für Bewaffnung und Munition“, 1940. Damit kann die Auswahl auch den immer wieder geführten geschichtspolitischen Debatten um die Rolle des Schriftstellers in den NS-Jahren eine entsprechend umsichtige Textbasis zur Hand geben, ebenso dem schulischen und akademischen Diskurs, der darauf Bezug nehmen möchte.

Das Buch wird in einem jungen, anspruchsvollen österreichischen Literaturverlag erscheinen und den Mitgliedern der Josef Weinheber-Gesellschaft als Jahresgabe überreicht werden. Da es aber erst für das Herbstprogramm des Buchjahres vorgesehen ist, müssen wir Sie noch um etwas Geduld bitten. Voraussichtlich wird sich an die Präsentation des Buches im Herbst dann auch eine würdige öffentliche Veranstaltung zur Feier des Gedenkjahrs anschließen. Darüber werden wir Sie noch gesondert informieren. Die Weinheber-Gesellschaft ist bemüht, diese und künftige Arbeitsvorhaben zur Erschließung von Werk, Nachlass und historischem Umfeld des Dichters wie bisher nach Kräften finanziell zu unterstützen. Unsere Mittel sind naturgemäß begrenzt, und das Gelingen unsere ambitionierten Pläne ist daher mehr denn je auf die großzügige Unterstützung und die bereitwillige Mitarbeit der Freunde des Dichters angewiesen! Wir stehen Ihnen als Ansprechpartner gerne zur Verfügung. Bitte wenden Sie sich an den Unterzeichneten (Kontaktadressen s. Briefkopf) oder an Herrn Dr. Christoph Fackelmann (E-Mail: christoph.fackelmann@aon.at; Telefon: +43 (0)676 5875347).

Über aktuelle Pläne und Veranstaltungen zum Thema Josef Weinheber informieren Sie übrigens nicht nur unsere brieflichen Aussendungen, sondern auch das „Weinheber-Forum“ im Internet, das Sie unter der Adresse http://weinheberforum.com erreichen. Gerne können Sie uns für diese Plattform auch auf Ihnen bekannte weitere Vorträge, Lesungen und Aufführungen aufmerksam machen (E-Mail-Kontakt: information@weinheber.at)!

Am Ende dieses Rundbriefs dürfen wir Sie wieder um die Überweisung Ihres Mitgliedsbeitrags ersuchen. Er bleibt auch für 2017 mit

21,80 €

unverändert. Jede Überzahlung oder Spende stellt für unsere gemeinsame Arbeit eine wichtige Hilfe dar und wird dankbar entgegengenommen. Ein Erlagschein liegt bei. Bitte achten Sie darauf, Ihren Namen leserlich einzutragen, damit wir den Beitrag richtig zuordnen können!

Ich wünsche Ihnen ein gutes und erfolgreiches Jahr 2017 und verbleibe im Namen der Josef Weinheber-Gesellschaft

mit herzlichen Grüßen

Christian Weinheber-Janota e. h. (Präsident)

Jahresbericht 2015 / Programmausblick 2016

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Freunde der Josef Weinheber-Gesellschaft!

Das Jahr 2015 stand für die Freunde des Dichters Josef Weinheber unter dem Vorzeichen der 70. Wiederkehr des Todestages. Aus diesem Anlass führte die Josef Weinheber-Gesellschaft die Tradition der literarisch-musikalischen Matiniéen weiter und lud am 14. Juni 2015 in das Fleming’s Deluxe Hotel Wien-City in der Josefstadt. Unter dem Titel „Ich werde wieder sein, wenn Menschen sind“ las Burgschauspielerin Helma Gautier aus späten Gedichten Josef Weinhebers sowie aus Erinnerungsgedichten von Ernst Waldinger, Josef Weber und Wystan H. Auden. Für das musikalische Programm sorgten Alexandra Bachtiar (Cello) und Arcola Clark (Harfe). Der Saal war so voll, dass sogar noch zusätzliche Sesselreihen herbeigeschafft werden mussten, um allen Gästen zu einem Sitzplatz zu verhelfen. Ein sehr schönes Zeichen für das Interesse an unserem Dichter, das auch widrigen „äußeren Bedingungen“ trotzt! Unser besonderer Dank gilt dem Direktor des Hauses, Herrn Martin Sperl, für die großartige Unterstützung.

Auch die regelmäßig durchgeführt Herbst-Lesung in der Weinheber-Gemeinde Kirchstetten fand heuer regen Zuspruch. Das von Ulli Fessl wie immer bravourös geleitete Programm am 11. Oktober 2015 stand diesmal unter dem Motto „Nimm, wo immer du seist, Dulder verwandter Qual …“, den Anfangsworten der Ode „An den Bruder“. Es beleuchtete die Beziehung Josef Weinhebers zu einigen Zeitgenossen, denen er besonderes Verständnis und wichtige Fürsprache verdankte. Dabei kamen Gedichte aus „Adel und Untergang“, „Zwischen Göttern und Dämonen“„Wien wörtlich“ und „O Mensch, gib acht“, aber auch Briefe, Rezensionen und Spottgedichte zum Vortrag. Unterstützt wurde Frau Fessl diesmal von Gottfried Riedl; die musikalische Begleitung lag in den bewährten Händen von Professor Leopold Grossmann.

Als außerordentliche Jahresgabe erhielten die Mitglieder der Josef Weinheber-Gesellschaft im „runden“ Jahr das erste Bändchen einer neuen Reihe, mit denen die Gesellschaft den Weinheber-Freunden in unregelmäßiger Folge Essays und Quellenmaterialien exklusiv zukommen lassen möchte. Es soll ausschließlich in Gestalt von Privatdrucken geschehen, wird also nicht im regulären Buchhandel zu beziehen sein. Den Anfang der nach dem Hölderlin-Motto zu „Zwischen Göttern und Dämonen“ „Contineri Minimo“ getauften Heftreihe machte eine Rede von Dr. Christoph Fackelmann zum Andenken des Lyrikers Josef Weinheber: „Rückkehr zu einem ,Spätling der Gestalter‘“ (1. Auflage April, 2. Auflage Juni 2015).

Die Buchreihe der „Literaturwissenschaftlichen Jahresgabe der Josef Weinheber-Gesellschaft“, die wir im LIT-Verlag, Wien–Berlin, beheimatet haben, soll hingegen in absehbarer Zeit ebenfalls eine Fortsetzung erfahren. Als nächster konkreter Schritt ist ein Band geplant, der schwerpunktmäßig dem Dichter Hans Leifhelm gewidmet sein soll. Dieser feiert heuer seinen 125. Geburtstag – er ist ein Jahr älter als Josef Weinheber, geboren am 2. 2. 1891 in Mönchengladbach –, und 2017 wird man seines 70. Todestags gedenken (gestorben am 1. 3. 1947 in Riva am Gardasee). Unser geplanter Sonderband möchte diese Anlässe „benützen“, um auf den vergessenen Autor aufmerksam zu machen, zumal es sich bei ihm um einen zeitweilig recht engen Weggefährten Josef Weinhebers handelt. Im Jahr 1931 führten die beiden einen intensiven Briefwechsel, es kam zu persönlichen Begegnungen, und man hielt auch danach noch Kontakt, wie Karten aus den Jahren 1936 und 1941 zeigen. Josef Weinheber trat u. a. mit der Einführung zu einer „Eigenvorlesung“ des befreundeten Lyrikers auf Radio Wien für diesen ein, und der schon etwas bekanntere Hans Leifhelm setzte sich seinerseits für Weinheber, der damals noch auf seinen großen Durchbruch wartete, bei einer Reihe von Zeitschriften- und Zeitungsredaktionen ein.

Bekannt ist die große Bewunderung, die Josef Weinheber für einzelne Gedichte – wenngleich keineswegs für das gesamte Schaffen – des damals in Graz lebenden westfälischen Dichters empfand. Diese Begeisterung gab auch den Impuls dafür, dass Weinheber am 28. April 1931 die Initiative ergriff und sich an Leifhelm wandte, um ihm

„[…] den großen Eindruck zu gestehen, den Ihr Gedicht ,Mit dem Sichelmond, mit dem Abendstern‘ […] auf mich gemacht hat. Ich stehe nicht an, Ihnen zu erklären, daß ich dieses Gedicht für das beste halte, das ich in deutscher Sprache seit 20 Jahren gelesen habe (und ich habe auch die Duineser Elegien und die George-Gedichte gelesen). Es ist eines der herrlichsten, edelsten, zauberhaftesten Sprachgebilde.

Ich selbst habe mich, und in einem weitaus ernsteren, würdigeren und adligeren Sinn als meine Zeitgenossen, die Gedichte schreiben, um die Gestaltgebung im Lyrischen Kunstwerk bemüht, bemühe mich darum 18 Jahre lang! Ich muß zugeben, daß mir ein ähnliches Gebilde zu formen nicht gelungen ist. Ich kenne Ihr Buch ,Hahnenschrei‘ und auch die Gedichte, die in der Liegler-Anthologie stehen sollten. Unter ihnen ist keines, das an dieses Zauberwerk heranreicht.

Erlauben Sie mir, daß ich Ihnen Glück wünsche für Ihren ferneren, inneren Weg. Sie sind für mich, dem es wie Wenigen um die Sache der Kunst geht, eine große Hoffnung, der Beginn einer edleren Zeit. […]“

Wer kennt noch das von Weinheber über die Maßen gepriesene Gedicht? So lautet die erste Strophe:

Auch im fremden Land, / Wo ich dir so fern, / Wo ich lange schon verschollen war, / Strahlt dein Angesicht / Mit dem Abendstern, / Weht am nächtigen Himmel hin dein Haar, / Tanzt dein schlanker Fuß / Mit dem Sichelmond, / Winkt mir lieblich deine weiße Hand, / Grüßt dein Lächeln mich, / Das im Lichte wohnt, / Süßer Trost im bittern Menschenland.

Die erhaltenen Briefe Josef Weinhebers an Hans Leifhelm befinden sich im Deutschen Literaturarchiv in Marbach am Neckar. Dort hat Herr Mag. Ralf Gnosa die Abschrift aus dem allerersten Brief, woraus hier zitiert wurde, hergestellt und auch die anderen Stücke erschlossen. In dem geplanten Band soll neben dem Briefwechsel Weinheber-Leifhelm eine zweite Korrespondenz des Jubilars, jene mit dem Dichter Paul Ernst (1866–1933) enthalten sein. Sie stammt hauptsächlich aus den Jahren 1930–1933, als Paul Ernst, aus Elbingerode im Harz gebürtig, in St. Georgen a. d. Stiefing in der Südsteiermark, also in nächster Nähe zu Leifhelm, ansässig war. Zu diesen Briefen soll schließlich noch ein Essay des österreichischen Schriftstellers Felix Braun (1885–1973) treten, der ein aus langjähriger Freundschaft gespeistes Porträt Hans Leifhelms zeichnet. Herr Mag. Gnosa, den Lesern der „Literaturwissenschaftlichen Jahresgabe“ schon durch seine Studie über „Josef Weber und Josef Weinheber“ (N.F. 2010/11/12) bekannt, wird sich als Mitherausgeber an der Zusammenstellung dieses Bandes beteiligen.

Von den kulturpolitischen Kalamitäten rund um Straßenbenennungen und Denkmäler für Josef Weinheber wollen wir diesmal weitgehend schweigen. Erwartungsgemäß dauerten sie auch im Jahr 2015 an und sorgten für manch unerfreuliche Schlagzeile. Es hat sich längst eingebürgert, tagespolitisches Kapital daraus zu schlagen, dass man den plumpen „Nazi-Dichter“-Vorwurf gegen Josef Weinheber in den Raum stellt. Auch für die eigene Karriere der Kampagnisierer lässt sich aus solchen Verunglimpfungsstrategien leider immer noch tüchtig profitieren. Siehe das Geschehen während des vergangenen Sommers: Da hatte man es einer „Aktionskünstlerin“ verwehrt, eine Installation, mit der sie mahnend an die in den dreißiger Jahren bei Kirchstetten siedelnden Roma und Sinti und deren Deportation während der NS-Zeit erinnern wollte, in der Ortschaft aufzustellen. Daraufhin zettelte sie dort einen Protestmarsch gegen die vermeintlich einseitige Gedenkkultur der Dichter-Gemeinde an („die romantisierende Verehrung von NS-Poet und ,Dichterfürst‘ Josef Weinheber [sic!]“). Sie zog damit – allerdings von nicht mehr als einem Häufchen Getreuer begleitet – bis vor das Landhaus der Familie Weinheber-Janota und schaffte es mit ihren Vorwürfen während des „Sommerlochs“ sogar in die Fernsehnachrichten des ORF. Es war der offensichtliche Versuch, die Gemeinde mit Hilfe der inhaltlich völlig unzusammenhängenden Causa Weinheber in eigener Sache zu erpressen.

Genauere Begründungen, differenzierte Argumentation oder gar Bemühungen um tieferes Verständnis kann man in den öffentlichen, medial ausgeschlachteten „Debatten“ nicht mehr erwarten. Man kann jedoch einzelne besonnene Gegengewichte setzen. Für das Frühjahr 2016 ist von Seiten der Weinheber-Gesellschaft geplant, gemeinsam mit der Gemeinde Kirchstetten eine neue Informationstafel im öffentlichen Raum zu errichten, die durch profunde Angaben und verständnisvolle Gewichtung beispielhaft zeigen soll, wie man in angemessener Verantwortung mit der Erscheinung dieses Dichters aus bewegter Zeit umgehen kann.

Noch eine letzte Anmerkung in anderer, erfreulicherer Angelegenheit: Immer wieder werden der Weinheber-Gesellschaft kleinere und größere Bücherspenden aus der Weinheber-Literatur zugedacht. Wir nehmen diese gerne entgegen und sind dankbar dafür. Da aber unter den Konvoluten meist zahlreiche Bücher sind, die die Gesellschaft schon besitzt, möchten wir Duplikate gerne an Interessenten aus unserem Mitglieder- und Freundeskreis weitergeben – selbstverständlich kostenlos (allenfalls gegen eine kleine Spende an die Gesellschaft). Derzeit liegt u. a. eine Anzahl von Erstausgaben der Sammlung „Dokumente des Herzens“ – der letzten von Weinheber selbst betreuten Auswahl aus seinem Gesamtwerk, 1944 erschienen – vor. Aber auch andere Werke aus der Primär- und Sekundärliteratur sind zu vergeben. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Herrn Dr. Christoph Fackelmann (Tel.: +43 2233 57454; E-Mail: fackelmann@weinheber.at)!

Wie immer gilt: Über aktuelle Pläne und Veranstaltungen zum Thema Josef Weinheber informieren Sie nicht nur unsere brieflichen Aussendungen, sondern auch das „Weinheber-Forum“ im Internet, das Sie unter der Adresse http://weinheberforum.com erreichen. Gerne können Sie uns für diese Plattform auch auf Ihnen bekannte weitere Vorträge, Lesungen und Aufführungen aufmerksam machen (E-Mail-Kontakt: information@weinheber.at)!

Am Ende dieses Rundbriefs dürfen wir Sie wieder um die Überweisung Ihres Mitgliedsbeitrags ersuchen. Er bleibt auch für 2016 mit 21,80 € unverändert. Jede Überzahlung oder Spende stellt für unsere gemeinsame Arbeit eine wichtige Hilfe dar und wird dankbar entgegengenommen. Ein Erlagschein liegt bei. Bitte achten Sie darauf, Ihren Namen leserlich einzutragen, damit wir den Beitrag richtig zuordnen können!

Im Namen der Josef Weinheber-Gesellschaft wünsche ich Ihnen ein gutes und glückliches Jahr 2016 und verbleibe

mit herzlichen Grüßen

Christian Weinheber-Janota (Präsident)